BitaxeTuner-Server · Zubehör

Pico-Lüftersteuerung

Ein Raspberry Pi Pico 2 am USB-Port des Pi 3 regelt bis zu sechs 4-Pin-PWM-Lüfter: je einen für den Spannungsregler (VR) jedes Bitaxe und bis zu drei fürs Gehäuse. Dazu kommen ein 7,5-Zoll-E-Paper mit den wichtigsten Werten, vier Taster und ein Temperaturfühler im Gehäuse. Fällt irgendetwas aus, laufen die Lüfter mit voller Drehzahl.

Raspberry Pi einrichten: fertiges Image · Steckbrett · Display, Taster, Fühler · Einkauf · Pico über WLAN · English

Pi 3Fertiges Image: einmal schreiben, fertig

Auf der Release-Seite liegt BitaxeTuner-Server-<Version>-pi-arm64.img.xz: das offizielle Raspberry Pi OS Lite (64-bit) mit vorinstalliertem BitaxeTuner-Server, Neustart-Funktion für Taste 4 und Hostname bitaxetuner. Deine Zugangsdaten und Miner-Daten kommen nicht ins Image, sondern werden danach von der Desktop-App auf die SD-Karte gelegt.

  1. Raspberry Pi Imager öffnen → Gerät „Raspberry Pi 3“ → Betriebssystem „Eigenes Image“ → die .img.xz-Datei → SD-Karte (ab 16 GB) → schreiben. Einstellungen bietet der Imager bei eigenen Images nicht an – das übernimmt die App im nächsten Schritt.
  2. SD-Karte neu einstecken. In der BitaxeTuner-App (ab 0.3.1): Betriebsart → Raspberry Pi vorbereiten → Laufwerk „bootfs“ wählen, Admin-Passwort für den Server zweimal, Benutzer und Passwort für den Pi (SSH), WLAN-Name und -Passwort (Pi 3: nur 2,4 GHz; leer = nur LAN-Kabel), „Meine Daten mitgeben“ anhaken → „Einrichtungspaket schreiben“. Alle Passwörter landen nur als Hash auf der Karte. Die App merkt sich Adresse und Zugangs-Token.
  3. Karte in den Pi, Pi einschalten. Der erste Start dauert 3–5 Minuten (Dateisystem vergrößern, Benutzer anlegen, Paket übernehmen). Der Pi löscht Passwort-Hash und Datenkopie danach von der Karte.
  4. In der App: „Verbindung testen“ → „Nur umschalten“. Erst jetzt fragt der Pi die Miner ab und der PC hört damit auf. Die Oberfläche gibt es zusätzlich im Browser unter http://bitaxetuner.local:8484/.
Ohne Einrichtungspaket startet der Server leer; dann im Browser einrichten. Den Einrichtungs-Code zeigt ssh <benutzer>@bitaxetuner.local und sudo cat /var/lib/bitaxetuner/SETUP-CODE.txt. Findet der PC bitaxetuner.local nicht, die IP-Adresse des Pi aus dem Router eintragen. Protokoll der Ersteinrichtung: /var/log/bitaxetuner-firstboot.log.
Sicherung auf USB-Stick (ab Version 0.4.0): Einen Stick (FAT32, exFAT oder ext4) in den Pi stecken und im Browser unter Einstellungen → Sicherung „USB-Stick am Pi verwenden“ wählen. Der Pi sichert dann täglich auf den Stick. Auf einem Pi, der schon vor 0.4.0 eingerichtet wurde, nach dem Server-Update einmal per SSH ausführen: sudo sh /opt/bitaxetuner/current/install.sh --system.

ÜberblickWer mit wem spricht

3 × Bitaxe AxeOS · WLAN VR-Temperatur Raspberry Pi 3 BitaxeTuner-Server Sollwerte Drehzahl USB Pico Watchdog 5 s 6 × PWM 6 × Treiber BC547 + 2 R K1 · VR Miner 1 K2 · VR Miner 2 K3 · VR Miner 3 K4 · Gehäuse K5 · Gehäuse K6 · Reserve 5-V-Netzteil 2–3 A +5 V GND gemeinsam
Die Temperatur kommt aus der normalen Miner-Abfrage des Servers; der Pico kennt nur Sollwerte in Prozent. Der Pi versorgt nur den Pico (USB), die Lüfter hängen am eigenen Netzteil. Beide Massen sind verbunden, sonst funktioniert das Steuersignal nicht.

SchaltungEin Kanal (sechsmal gleich aufbauen)

Raspberry Pi Pico GP0 · Pin 1 GND · Pin 38 3V3(OUT) · Pin 36 GP16 · Pin 21 R1 1 kΩ R2 10 kΩ Q1 BC547B C · B · E PWM, 25 kHz GND · auch Netzteil − R3 10 kΩ Tacho, 2 Impulse/Umdrehung +5 V vom Netzteil Lüfter K1 4 · PWM 1 · GND 3 · Tacho 2 · +5 V
PWM (Lüfterkabel blau) Tacho (grün) +5 V (gelb) GND (schwarz) 3,3 V vom Pico
Der Transistor zieht die PWM-Leitung des Lüfters nach Masse. Liefert der Pico kein Signal (aus, abgestürzt, Kabel ab), hält R2 den Transistor gesperrt, und der Lüfter läuft über seinen eigenen Pull-up mit voller Drehzahl. Deshalb ist das Signal invertiert; die Software rechnet das um. R3 hebt die Tacho-Leitung auf 3,3 V, nie auf 5 V, weil die Pins des Pico nur 3,3 V vertragen. Beim Steckbrett-Aufbau entfällt R3; dort übernimmt der eingebaute Pull-up des Pico diese Aufgabe.
Beinchen des BC547B: flache Seite zu dir, Beine nach unten: links C (Kollektor), Mitte B (Basis), rechts E (Emitter). Der ähnlich aussehende 2N3904 ist genau andersherum belegt (E · B · C), also nicht einfach tauschen.

PinbelegungWelcher Kanal an welchen Pin

KanalVorschlagPWM → R1Tacho ← Lüfter-Pin 3
K1VR-Lüfter Miner 1GP0 · Pin 1GP16 · Pin 21
K2VR-Lüfter Miner 2GP2 · Pin 4GP17 · Pin 22
K3VR-Lüfter Miner 3GP4 · Pin 6GP18 · Pin 24
K4Gehäuselüfter 1GP6 · Pin 9GP19 · Pin 25
K5Gehäuselüfter 2GP8 · Pin 11GP20 · Pin 26
K6ReserveGP10 · Pin 14GP21 · Pin 27
—3,3 V für alle R3 (nur gelötete Variante)3V3(OUT) · Pin 36
—Masse (mit Netzteil −)GND · Pin 38 (oder 3, 8, 13, 18, 23, 28, 33)

Jeder PWM-Pin liegt auf einem eigenen PWM-Block des Pico, so bekommt jeder Kanal sauber 25 kHz. Welcher Kanal zu welchem Miner gehört, stellst du später in der Oberfläche ein; die Tabelle ist nur der Vorschlag für die Verkabelung. Bestückst du erst K1–K3, bleiben K4–K6 einfach leer.

SteckbrettAufbau ohne Löten

Alles steckt auf einem Steckbrett mit 830 Kontakten (Spalten 1–63, Reihen a–j). Die Zeichnung zeigt Kanal K1 komplett verdrahtet, K2–K6 sind genauso aufgebaut, jeweils sechs Spalten weiter rechts. Auf dem Steckbrett entfällt R3: Die Software schaltet den eingebauten Pull-up des Pico für die Tacho-Leitung ein.

+5V GND frei GND abcde fghij 15101520 2530354045 505560 Pico H USB links · Pin 1 = h1 K2K3K4K5K6 K1 Q1 470 µF (+ an +5V) USB-Lüfter- adapter Pin 2 / Pin 1 2 +5V 1 GND
PWM Tacho +5 V GND Widerstand
Der Pico H steckt mit USB nach links in den Spalten 1–20: seine Pins 1–20 in Reihe h (Pin-Nummer = Spalte), die Pins 40–21 gegenüber in Reihe c. Pro Pico-Pin bleiben die Löcher a/b (oben) bzw. i/j (unten) frei für Brücken. Die oberen Schienen führen +5 V und GND vom USB-Lüfteradapter, die untere GND-Schiene ist über die gestrichelte Brücke verbunden, die untere Plus-Schiene bleibt frei.

Ein Kanal, Schritt für Schritt

B ist die erste Spalte des Kanals (K1: B = 22, also B+3 = 25). Die Tabelle darunter nennt B und die Pico-Löcher für jeden Kanal.

#Bauteil / Brückevonnach
1Lüfter-Stiftleiste (4 Pins)a(B) … a(B+3)a(B) = Pin 1 GND (schwarz), a(B+3) = Pin 4 PWM (blau)
2Brücke Lüfter-GNDb(B)obere blaue Schiene (GND)
3Brücke Lüfter +5 Vb(B+1)obere rote Schiene (+5 V)
4Brücke Tachob(B+2)Pico-Tacho-Loch (Tabelle)
5Transistor BC547B, flache Seite zu dir (Richtung Reihe j)g(B+3) C · g(B+4) B · g(B+5) Eüber den Graben: Brücke e(B+3) → f(B+3)
6R1 1 kΩ (liegend)h(B)h(B+4)
7R2 10 kΩi(B+4)untere blaue Schiene (GND)
8Brücke Emitterj(B+5)untere blaue Schiene (GND)
9Brücke PWM vom PicoPico-PWM-Loch (Tabelle)j(B)
KanalSpalten (B)StiftleistePico PWM-LochPico Tacho-Loch
K122–27 (22)a22–a25j1 · GP0a20 · GP16
K228–33 (28)a28–a31j4 · GP2a19 · GP17
K334–39 (34)a34–a37j6 · GP4a17 · GP18
K440–45 (40)a40–a43j9 · GP6a16 · GP19
K546–51 (46)a46–a49j11 · GP8a15 · GP20
K652–57 (52)a52–a55j14 · GP10a14 · GP21

Einmal für alle Kanäle

Vor dem ersten Einschalten: 0. Am USB-Lüfteradapter zwischen Pin 1 und Pin 2 messen: es müssen ca. 5 V sein. Manche Adapter wandeln auf 12 V hoch (Aufschrift „12V“ oder ein Kästchen im Kabel) – damit gingen die 5-V-Lüfter kaputt. 1. In Spalte 1 oben (a1, b1) nichts einstecken, dort liegen die 5 V vom USB (VBUS). 2. Bei vielen Steckbrettern sind die Schienen in der Mitte unterbrochen (Lücke in der roten/blauen Linie), dann jede Schiene dort mit einer kurzen Brücke verbinden. 3. Lüfterstecker nur bei ausgestecktem USB-Ladegerät aufstecken; das schwarze Kabel (Pin 1) gehört in Loch a(B).

ErweiterungE-Paper, Taster und Gehäusefühler

Alles hängt am selben Pico und kommt mit auf das Steckbrett. Die Löcher unten beziehen sich wieder auf den Pico in Spalte 1–20 (Pins 1–20: Löcher i/j, Pins 21–40: Löcher a/b). Keines davon ist schon von den Lüftern belegt.

AnschlussPico-PinSteckbrett-LochZiel
E-Paper VCCVSYS · Pin 39b2Display-Buchse Pin 39
E-Paper GNDGNDobere blaue SchieneDisplay-Buchse Pin 38
E-Paper DINGP15 · Pin 20i20Display-Buchse Pin 15
E-Paper CLKGP14 · Pin 19i19Display-Buchse Pin 14
E-Paper CSGP13 · Pin 17i17Display-Buchse Pin 12
E-Paper DCGP12 · Pin 16i16Display-Buchse Pin 11
E-Paper RSTGP11 · Pin 15i15Display-Buchse Pin 16
E-Paper BUSYGP22 · Pin 29a12Display-Buchse Pin 17
Taster 1 · Anzeige weiter / Blockfund quittierenGP1 · Pin 2j2Lötfahne A; Lötfahne B → untere GND-Schiene
Taster 2 · Lüfter AutomatikGP3 · Pin 5j5wie oben
Taster 3 · Lüfter 100 % (5 s halten: Lüfter aus)GP5 · Pin 7j7wie oben
Taster 4 (rot) · Neustart Pi + Pico, 3 s haltenGP7 · Pin 10j10wie oben
Fühler-Sammelreihe 3,3 V3V3(OUT) · Pin 36a5Brücke nach a60
Fühler-Sammelreihe DatenGP26 · Pin 31a10Brücke nach a61
Widerstand 4,7 kΩ (nur einer für alle Fühler)e60 – e61
Jeder Fühler: rot (+3,3 V)b60 / c60 / d60ein Loch je Fühler
Jeder Fühler: gelb (Daten)b61 / c61 / d61ein Loch je Fühler
Jeder Fühler: schwarz (GND)obere blaue Schiene

E-Paper 7,5" (rot/schwarz/weiß)

Das Modul ist eigentlich zum Aufstecken des Pico gebaut. Hier bleibt der Pico auf dem Steckbrett, und nur acht Leitungen gehen per Male-Male-Brücke in die Buchsenleiste des Moduls – jeweils in das Loch, an dem das Modul das Signal erwartet (Spalte „Ziel“, Pin 1 ist am Modul markiert). Den Pico nicht direkt auf das Modul stecken: Das Modul erwartet das Display auf GP8–GP13, dort liegen hier aber die Lüfter (GP8, GP10) – BitaxeTuner nutzt für das Display GP11–GP15 und GP22. Das Flachbandkabel des Displays steckt in der Klappbuchse des Moduls, Kontakte nach unten.

Die Anzeige erneuert sich höchstens alle 3 Minuten (Standard 5, nachts auf Wunsch gar nicht) und braucht dafür etwa 16 Sekunden. Das schont das Panel. Bei einem Alarm (Miner offline, Gehäuse zu warm) aktualisiert sie sofort.

Seiten (einzeln schaltbar, Vorschau im Browser unter Lüfter & Anzeige): Übersicht, Tagesbilanz, Verlauf, Kurs BTC, BCH oder beide, Monats- und Tagesbilanz mit wählbarem Graphen, Gruppen, Strompreis-Ampel, Temperaturfühler und QR-Code zur Oberfläche. Farben lassen sich umkehren (weiße Schrift auf schwarz). Das Blockfund-Vollbild endet wahlweise nach einstellbaren Stunden oder – wie die Warnungen – erst mit Taste 1.

Programm-Updates: Bringt eine neue BitaxeTuner-Version ein neues Lüfterprogramm mit, spielt der Server es beim nächsten Verbinden selbst auf – per USB oder über WLAN – und der Pico startet neu. Nur MicroPython selbst wird von Hand aktualisiert (UF2-Datei, wie bei der Ersteinrichtung).

Taster

Die Drucktaster haben Lötfahnen: je eine Krokodilklemme an Fahne A und B, die anderen Enden an die Stifte zweier Male-Male-Brücken, die ins Brett gehen. Richtung egal. Der Pico hat eingebaute Pull-ups, Widerstände sind nicht nötig; bei jedem Druck blinkt seine LED.

Taste 1 blättert die Anzeige weiter oder quittiert eine Sonderanzeige (z. B. Blockfund); die Anzeige reagiert dann nach etwa 30 Sekunden statt nach 3 Minuten. Taste 2 (Automatik) hebt „100 %“ und „Aus“ wieder auf. Taste 3 kurz setzt die Lüfter sofort auf 100 %, auch wenn der Server gerade nicht antwortet; 5 Sekunden halten schaltet die Zusatzlüfter aus (Sicherheitsregeln bleiben aktiv). Taste 4 reagiert nur nach 3 Sekunden Halten (LED leuchtet 1 s), kurzes Drücken bewirkt nichts. Vor dem Neustart stoppt der Server laufende Benchmarks und stellt die Miner-Einstellungen wieder her. Die Tasten lassen sich in den Einstellungen abschalten.

Mehrere Temperaturfühler (z. B. Netzteil und Miner-Raum)

Die 3-poligen DS18B20 hängen alle parallel an denselben drei Leitungen: Spalte 60 sammelt 3,3 V, Spalte 61 die Daten (beide Spalten sind rechts neben K6 frei). Es gibt nur einen 4,7-kΩ-Widerstand, egal wie viele Fühler. Jeder Fühler hat eine feste, eingebaute Kennung: Der Server erkennt ihn daran und trägt ihn selbst unter „Lüfter & Anzeige → Temperaturfühler“ ein, dort vergibst du Name und Warnschwelle.

  • Welcher ist welcher? Einen Fühler in der Hand anwärmen und in der Liste schauen, welcher Wert steigt.
  • Rot muss angeschlossen sein (kein „parasitärer“ Betrieb über 2 Adern).
  • Weiche Litzenenden halten schlecht im Steckbrett: mit Krokodilklemme auf eine Male-Male-Brücke gehen, oder Aderendhülsen bzw. Dupont-Stecker verwenden.
  • Fühler auf kleiner Platine mit eigenem Widerstand (oft „Modul“, Anschlüsse −/+/S): dann entfällt unser 4,7 kΩ; bei drei solchen Modulen ist das noch in Ordnung.
  • Kabel zusammen bis etwa 10 m sind mit 4,7 kΩ kein Problem.

Pro Fühler legst du fest, ob er für die Gehäuselüfter zählt (Messgröße „Temperaturfühler“, es gilt der wärmste) und ob er auf dem Display erscheint. Zu warm → Push-Meldung und rote Anzeige. Fehlt ein Fühler länger als 2 Minuten → Meldung. Zählt er für die Gehäuselüfter, laufen diese bis dahin mit dem Wert für „unbekannt“ (Standard 100 %).

StromVersorgung

5-V-Lüfter (empfohlen)

3 × NF-A4x10 5V PWM
je ca. 0,05 A
2 × Gehäuse 5V PWM
je ca. 0,1–0,15 A
zusammen
unter 0,5 A
Quelle
USB-Ladegerät 5 V, ≥ 2 A über den USB-Lüfteradapter

+5 V an alle Lüfter-Pins 2, Masse an die GND-Schiene. Ein Elko (470 µF) auf der 5-V-Schiene glättet Spannungsspitzen beim Anlaufen.

12-V-Gehäuselüfter (falls vorhanden)

Die Schaltung ist dieselbe: Das PWM-Signal hängt nicht von der Lüfterspannung ab. Pin 2 bekommt dann +12 V von einem zweiten Netzteil, dessen Minus ebenfalls an die gemeinsame GND-Schiene geht.

+12 V darf nie mit dem Pico, dem Pi oder der 5-V-Leitung in Berührung kommen. Getrennte Schraubklemmen und farbige Litzen helfen.

Die Lüfter nicht aus dem 5-V-Pin des Pi oder dem USB des Pico speisen: Der Pi 3 hat dafür wenig Reserve, und beim Anlaufen ziehen Lüfter kurz deutlich mehr Strom.

EinkaufWas du brauchst (ohne Löten)

TeilMengeWofürShop
Raspberry Pi Pico 2 H (RP2350, Stiftleisten schon angelötet)1Lüfter-, Display- und Taster-ControllerBerryBase · 6,50 €nötig
7,5" E-Paper-Modul für Pico, 800 × 480, rot/schwarz/weiß1StatusanzeigeBerryBase · 52,90 €Anzeige
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Krokodilklemmen-Kabelset1Taster ohne Löten anschließenBerryBase · ca. 3,90 €Taster
Temperatursensor DS18B20, 3-polig (z. B. wasserdicht, 1 m Kabel)1–3Netzteil, Miner-Raum, …BerryBase · ca. 2,70 €Fühler
Widerstand 4,7 kΩ, ¼ W1Pull-up für den DS18B20BerryBaseFühler
microSD-Karte ab 16 GB (für das fertige Image)1Pi 3vorhanden?nötig
Breadboard-Set 400 & 830 Punkte mit 3 × 40 Jumperkabeln (M-M, F-F, M-F) – genutzt: 830er-Brett, Male-Male und 2 × Female-Male1AufbauAmazonnötig
Transistor BC547B (NPN, TO-92)6 (+2 Reserve)Q1 je KanalBerryBasenötig
Widerstand 1 kΩ, ¼ W6R1 je KanalBerryBasenötig
Widerstand 10 kΩ, ¼ W6R2 je Kanal (R3 entfällt auf dem Steckbrett)BerryBasenötig
Stiftleiste 1×40, gerade – in 4er-Stücke brechen, darauf steckt der Lüfterstecker1LüfteranschlussBerryBasenötig
Steckbrücken Male-Male, 40er-Streifen, 20 cm (nur für alle 6 Kanäle nötig)0–1zusätzliche BrückenBerryBasebei 6 Kanälen
Drahtbrücken-Box, 140 Stück in 14 Längen1kurze, flache Brücken (Emitter, Masse, Kollektor)BerryBaseempfohlen
USB-A-auf-4-Pin-Lüfteradapter (Stifte am Ende), vorher auf 5 V prüfen1Lüfterstrom aufs Brettvorhandennötig
USB-Ladegerät 5 V, mindestens 2 A (z. B. altes Handy-Ladegerät)1Stromquelle für die Lüftervorhanden?nötig
Elko 470 µF / 25 V1Puffer auf der 5-V-SchieneBerryBaseempfohlen
USB-2.0-Kabel A auf Micro-B, 0,5 m (Datenkabel)1Pi 3 ↔ PicoBerryBasenötig
Noctua NF-A4x10 5V PWM (40 mm) – oder NF-A4x20 5V PWM für mehr Luft3VR-Kühlung je MinerNoctua-Shop, Caseking, Amazonnötig
Gehäuselüfter 5V PWM, z. B. Noctua NF-A8 5V PWM oder NF-A12x25 5V PWM1–2Gehäuse belüftenNoctua-Shop, Caseking, Amazonoptional

Werkzeug: nur ein Seitenschneider (Stiftleiste teilen, Beinchen kürzen) und ein Multimeter zum Prüfen. Stand 27.09.2026: Das 830er-Steckbrett war bei BerryBase nicht lieferbar, daher das Amazon-Set. Ein Netzteilmodul oder eine Hohlbuchse ist nicht nötig, der Strom kommt über den USB-Lüfteradapter.

AufbauZusammenbauen und erster Test

  1. MicroPython auf den Pico: BOOTSEL-Taste gedrückt halten, Pico per USB an einen PC stecken, die UF2-Datei für „Raspberry Pi Pico 2“ (RPI_PICO2) von micropython.org/download auf das erscheinende Laufwerk ziehen. Das Lüfterprogramm spielt später der Server selbst auf.
  2. Steckbrett nach dem Steckplan bestücken – erst Pico, Schienen und Masse-Brücke, dann ein Kanal nach dem anderen. Noch keinen Lüfter und kein Netzteil anschließen.
  3. Prüfen (Multimeter, Durchgangstest): kein Durchgang zwischen der roten und der blauen Schiene; in Spalte 1 oben (VBUS) steckt nichts; jedes schwarze Lüfterkabel landet in a(B).
  4. Erst USB-Ladegerät, dann einen Lüfter an K1: Ohne Pico muss er sofort mit voller Drehzahl laufen. Das ist der Ausfallschutz, der hier schon ohne Software wirkt.
  5. Pico per USB an den Pi 3 stecken. Der Server erkennt ihn, lädt das Lüfterprogramm hoch und übernimmt die Regelung; die Drehzahl erscheint in der Oberfläche.
  6. Lüfter zuordnen (Einstellungen → Lüfter) und die übrigen Kanäle anschließen.
  7. Gut zu wissen: Ab Lüfterprogramm v8 überwacht ein Hardware-Watchdog den Pico. Hängt sein Programm, startet er nach 8 Sekunden neu, und die Lüfter laufen bis dahin mit voller Drehzahl. Wer den Pico zum Basteln mit Thonny oder einem Terminal öffnet, sieht deshalb alle paar Sekunden einen Neustart – zum Basteln vorher MicroPython neu aufspielen (BOOTSEL + UF2); das Lüfterprogramm spielt der Server danach wieder auf.

Ab 0.9.7Ohne Kabel zum Server: Pico über WLAN

Mit einem Raspberry Pi Pico 2 WH (mit WLAN, Stiftleisten schon eingelötet) müssen Lüftersteuerung und Anzeige nicht mehr per USB am Server hängen. Es gibt zwei Ausführungen, die sich auch kombinieren lassen:

Lüfter-Pico

Pico 2 WH statt Pico 2 H auf die Lüfterplatine (oder das Steckbrett) – gleiche Bauform, gleiche Pins. Die Lüfter bekommen ihren Strom wie bisher über die USB-C-Buchse der Platine, der Pico ein eigenes USB-Netzteil an seiner Micro-USB-Buchse.

Ein E-Paper kann wie bisher per Kabel an der Platine hängen.

Display-Pico

Pico 2 WH direkt auf das Waveshare-E-Paper-Modul stecken – keine Kabel, keine Platine. Ausrichtung nach dem auf dem Modul aufgedruckten Pico-Umriss: USB-Buchse zum Ende mit „Interface Config“, also vom Flachbandkabel weg, VBUS auf VBUS, GP0 auf GP0; vorher ohne Strom. Strom über ein USB-Netzteil am Pico.

Er zeigt die Anzeige und meldet seine Taster; Lüfter hat er keine. Dafür nutzt das Programm hier die Waveshare-Belegung (GP8–GP13, BUSY GP13) – nicht die Kabelbelegung der Lüfterplatine (BUSY GP22). Welche Belegung gilt, legt die Rolle des Pico fest, nicht die Einstellung im Server.

Auf dem Modul: Schalter „Interface Config“ auf 0 (4-Leitungs-SPI). Ohne WLAN: „Display-Pico per USB einrichten (ohne WLAN) …“ legt die Rolle direkt am USB-Kabel fest.

Tasten auf dem Modul (ab Pico-Programm 8.2): KEY0 blättert die Anzeige weiter oder quittiert eine Sonderanzeige (wie Taste 1). KEY1 zeichnet die aktuelle Seite sofort mit frischen Werten neu; 3 Sekunden halten löst den Neustart aus (wie Taste 4). Die Taste RUN startet nur den Pico selbst neu.

  1. MicroPython für den W aufspielen: BOOTSEL halten, Pico per USB an einen PC, die UF2-Datei für „Raspberry Pi Pico 2 W“ (RPI_PICO2_W) von micropython.org/download auf das Laufwerk ziehen. Die Datei ohne „W“ hat kein WLAN.
  2. Pico per USB-Datenkabel an den Server (Pi oder PC mit dem BitaxeTuner-Server). Steckt dort schon ein anderer Pico, im Dialog den richtigen Port wählen.
  3. Im Browser Lüfter & Anzeige öffnen und „Lüfter-Pico für WLAN einrichten …“ (Karte Verbindung) bzw. „Display-Pico für WLAN einrichten …“ (Karte E-Paper-Anzeige, „Anzeige hängt: eigener Display-Pico“) wählen.
  4. WLAN-Name und Passwort eintragen (der Pico kann nur 2,4 GHz), Gerätename lassen oder ändern. Nach ca. 30 Sekunden meldet BitaxeTuner „Eingerichtet“ und die IP-Adresse, die der Pico bekommen hat.
  5. Pico vom Server abziehen und an sein eigenes Netzteil (5 V, 1 A genügt). Der Server verbindet sich innerhalb weniger Sekunden selbst; die Verbindung steht unter Verbindung bzw. „Angeschlossen über“.
Gut zu wissen: Der Server sucht den Pico unter bitaxetuner-fans.local bzw. bitaxetuner-display.local und fällt sonst auf die zuletzt erreichte IP-Adresse zurück. Am zuverlässigsten ist eine feste IP im Router (DHCP-Reservierung) – die dann im Feld „WLAN: Gerätename oder IP-Adresse“ eintragen. Neue Versionen des Pico-Programms spielt der Server über WLAN auf, ein Kabel ist dafür nicht mehr nötig.

Sicherheit

Wenn es nicht klappt

„Schlüssel passt nicht“
Pico wurde woanders neu eingerichtet oder der Server neu installiert → ab Pico-Programm 8.5 ohne USB: am Pico BOOTSEL (Display-Pico auch KEY0) 3 Sekunden halten, bis die LED schnell blinkt, dann unter „Lüfter & Anzeige → Picos“ → „Neu koppeln“ und den Code mit der LED bzw. Anzeige vergleichen. Sonst per USB erneut „für WLAN einrichten“.
„antwortet nicht (WLAN?)“
WLAN-Name/Passwort prüfen, 2,4-GHz-Netz aktiv? Im Router nachsehen, ob der Pico eine IP hat, und diese eintragen.
„ist als Display-Pico eingerichtet“
Lüfter- und Display-Pico vertauscht → den jeweils anderen Einrichtungsknopf verwenden, auch ohne WLAN: „Pico per USB als Lüfter-Pico einrichten …“ bzw. „Display-Pico per USB einrichten (ohne WLAN) …“.
Display bleibt leer
Zuerst prüfen: Lage des Pico auf dem Modul (USB-Buchse vom Flachbandkabel weg, VBUS auf VBUS), Flachbandkabel ganz eingesteckt und verriegelt, Schalter „Interface Config“ auf 0, Rolle „Display“ (siehe oben). Zum Prüfen der Hardware ohne Server: epd_test.py in Thonny öffnen und „Ausführen“ – nach 20–30 s erscheint ein Testbild mit schwarzem und rotem Balken; die Ausgabe meldet „(BUSY ok)“, wenn das Display antwortet. Das Programm des Pico bleibt dabei unverändert.
Thonny verliert die Verbindung
Ab Pico-Programm 8 läuft ein Hardware-Watchdog, der den Pico 8 s nach dem Anhalten des Programms neu startet. Ab 8.1: BOOTSEL innerhalb von 3 s nach dem Einstecken drücken (LED leuchtet) – dann startet das Programm nicht und Thonny bleibt verbunden.
Zurück zu USB
„Verbindung: USB-Kabel am Server“ wählen und speichern; das Programm funktioniert per USB weiter.

SoftwareEinstellungen in BitaxeTuner

VR-Lüfter je Miner (K1–K3)

Manuell
fester Wert, z. B. 60 %
Automatik
Kurve nach VR-Temperatur dieses Miners
Beispielkurve
bis 50 °C → 25 %, ab 70 °C → 100 %, dazwischen linear
Hysterese
2 °C, damit der Lüfter nicht pendelt
Mindestwert
einstellbar; unterhalb bleibt er aus oder läuft minimal

Gehäuselüfter (K4–K6)

Manuell
fester Wert für die ganze Gruppe
Automatik
nach der höchsten Temperatur aller zugeordneten Miner
Messgröße
VR-, ASIC- oder Gehäusetemperatur (DS18B20)
Kurve
eigene Werte, getrennt von den VR-Lüftern
Nachtbetrieb
optional Höchstwert zu festen Uhrzeiten (leiser)

Immer aktiv, nicht abschaltbar